Sammelklage gegen FanDuel in Kalifornien fallen gelassen … vorerst

Die freiwillige Rücknahme der Klage des Klägers in einer kalifornischen Sammelklage gegen FanDuel deutet darauf hin, dass der Glücksspielkonzern zumindest vorerst langwierige rechtliche Schritte im Bundesstaat vermeidet.

Martin Beltran reichte die Klage im Juli ein und machte geltend, dass die Daily Fantasy Sports (DFS)-Wettbewerbe von FanDuel in Kalifornien verboten werden sollten, da es in Kalifornien Sportwetten verbiete, da es sich dabei eher um Wetten als um Geschicklichkeitsspiele handele. Um Geld zurückzugewinnen, das der Glücksspielkonzern ihrer Meinung nach „unrechtmäßig von ihnen genommen“ hat, reichte Beltran die Klage im eigenen Namen und im Namen „gleichgestellter Kalifornier“ ein.

Laut der beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien eingereichten Klage hat FanDuel angeblich gegen das kalifornische Strafgesetzbuch verstoßen, indem es Kundengelder für Veranstaltungen mit Eventualverbindlichkeiten oder ungewissem Ausgang angenommen hat.

„Einfach ausgedrückt verstößt ein Unternehmen gegen Abschnitt 337a des kalifornischen Strafgesetzbuchs, wenn es Poolverkäufe oder Buchmacherei betreibt oder Wetten oder Wetten auf das Ergebnis eines Wettbewerbs und/oder eines unbekannten oder bedingten Ereignisses jeglicher Art annimmt oder aufzeichnet – einschließlich, aber nicht beschränkt auf Wetten, die mit der Leistung von Personen verbunden sind, beispielsweise im Fantasy-Sport“, heißt es in einem Rechtsdokument vom Juli.

Seit 2015 bietet FanDuel, ein Geschäftsbereich von Flutter Entertainment (NYSE: FLUT), DFS-Spiele in Kalifornien an. Die Anwälte von Beltrans und der Gruppe beantragten ein Feststellungsurteil mit der Begründung, dass FanDuel gegen den kalifornischen Consumer Legal Remedies Act und die Gesetze zum unlauteren Wettbewerb verstoßen habe.

 

Wie geht es im kalifornischen Rechtskonflikt mit FanDuel weiter?

Laut einer Mitteilung über die freiwillige Abweisung vom 8. September wurde die Klage von Beltrans zurückgezogen. FanDuel ließ die Klage jedoch unbeschadet abzuweisen, so dass sie zu einem späteren Zeitpunkt erneut eingereicht werden kann. Darüber hinaus ist eine Mautvereinbarung in Kraft, die es der Klasse ermöglicht, die Klage nach Ablauf der Verjährungsfrist fortzusetzen.

Tarifverträge und freiwillige Kündigungen zusammen werden von einigen Rechtsexperten als Hinweis darauf interpretiert, dass die betroffenen Parteien versuchen, eine Einigung zu erzielen. Die Mautvereinbarung ermöglicht die Wiederaufnahme des Rechtsstreits für den Fall, dass keine Einigung erzielt werden kann. FanDuel und der Anwalt der Klasse haben keine öffentlichen Ankündigungen über die Existenz dieser Diskussionen gemacht.

Es ist auch wichtig anzumerken, dass die angeblichen Taktiken von FanDuel, schwache Wettende auszunutzen, nicht im Mittelpunkt der Beltran-Klage standen. Stattdessen konzentrierte sich die Klage auf die Behauptung, dass DFS-Unternehmen gegen kalifornisches Recht verstoßen, weil die Wähler des Bundesstaates im Jahr 2022 Sportwetten entschieden ablehnen.

„Tatsächlich hat der kalifornische Gesetzgeber im Jahr 2008 erneut bekräftigt, dass ‚niemand in diesem Staat das Recht hat, ein Glücksspielunternehmen zu betreiben, es sei denn, die Gesetze dieses Staates erlauben dies ausdrücklich“, heißt es in der Beltran-Klage unter Berufung auf die Geschäfts- und Berufsordnung des Staates.

 

Die Aussichten von DFS Grim in Kalifornien

Es ist interessant festzustellen, dass die Beltran-Klage im selben Monat eingereicht wurde, in dem DFS in Kalifornien nach staatlichem Recht grundsätzlich verboten wurde. Angesichts der Tatsache, dass Kalifornien die größte Einnahmequelle der DFS-Branche ist, könnte dies kleinere, von DFS abhängige Unternehmen vor einige Herausforderungen stellen.

Das Verbot ist eine weitere Erinnerung daran, dass Stammes-Casinobetreiber in Kalifornien erheblichen Einfluss auf das Wachstum des Glücksspiels haben und es für die Konkurrenten schwierig sein wird, im Wettbewerb zu bestehen, wenn sie keine Produkte unterstützen, die im Widerspruch zu ihren eigenen Interessen stehen.

Aufgrund exklusiver Vereinbarungen mit Kalifornien sind Stammesbetreiber für die Entwicklung des Glücksspiels im Bundesstaat verantwortlich. Darüber hinaus verfügen sie über großen politischen Einfluss im Staat, was darauf hindeutet, dass DFS-Betreiber Schwierigkeiten haben würden, vorteilhafte rechtliche Optionen für einen Aufenthalt im Golden State zu finden.